Herzlich willkommen! Wir laden Sie zur Schriftbetrachtung ein, zur lectio divina. Mit unseren eigenen Erfahrungen mit der Bibel und den Erkenntnissen, die in unseren Alltag einfließen können schreiben wir mit unseren Leben die Bibel weiter - denn sie ist voll von Menschen, wie auch wir es sind: Suchende und Pilger.
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Lectio divina

1. Kapitel


Autor Nachricht
Verfasst am: 25. 01. 2017 [15:34]
sr_veronika
Themenersteller
Dabei seit: 26.10.2010
Beiträge: 12
Mk 1,1-8 Taufe als Vorbereitung zur Begegnung mit Jesus

Beim Lectio fragte ich mich, wo kommt eigentlich die Taufe her? Im AT gibt es rituelle Waschungen (siehe: https://www.bibelkommentare.de/?page=dict&article_id=981 ) Doch die Taufe? Die Menschen kommen einfach so zu Johannes, bekennen ihre Sünden und lassen sich taufen. Das scheint irgendwie doch sehr üblich zu sein.
Beim Meditatio fiel mir auf, dass die Vorbereitung zur Begegnung mit Jesus (die Johannes einleitet), im Räumen der Hindernisse besteht: Also dessen, was mich hindert, Jesus zu mir kommen zu lassen. Ein Akt des Sich-Öffnens dem, was er zu mir sagen wird, was er vielleicht von mir verlangen wird. Die Öffnung auf die Herausforderung hin, auf das Aufbrechen der Grenzen meines Zulassens. Sich schutzlos von ihm begegnen zu lassen...
In den Evangelien begegnen mir viele Menschen, die das auf je eigene Weise tun: Zachäus, die Samariterin, Petrus, die Kranken...
Ein guter Anfang für die Lectio Divina icon_smile.gif

Und eine Frage für die nächste Zeit: Welche Menschen waren in meiner Geschichte die "Stimmen in der Wüste", die Jesu Ankommen wie Johannes der Täufer bei mir eingeleitet haben?
Verfasst am: 28. 01. 2017 [14:26]
Mirijam
Dabei seit: 28.01.2017
Beiträge: 4
Hallo liebe Schwester Veronika! Back again...
Ich werde mich hinein begeben und dann antworten.
LG Mirijam
Verfasst am: 28. 01. 2017 [17:29]
sr_veronika
Themenersteller
Dabei seit: 26.10.2010
Beiträge: 12
Gut so icon_wink.gif
Verfasst am: 28. 01. 2017 [17:40]
Mirijam
Dabei seit: 28.01.2017
Beiträge: 4
Hier meine Gedanken: War es nicht Jesaja, der in der Wüste, also im Rückzug, im Allein-Sein die Botschaft empfing, dass da einer kommen wird, der den Weg vorbereitet?! Er hatte die Gabe der Prophetie. Er sah Johannes voraus. Das Volk wusste es. Sie warteten schon auf ihn und suchten ihn in der Wüste. Also waren sie bereits innerlich bereit für das Neue. Und Johannes? Er war ein " Radikaler". Er war in der Wüste, weil er ein Asket war. Also jemand, der trainiert, der dizipliniert, (was ja im übertragenen Sinne Askese bedeutet), seinen Weg mit Gott geht. Im war seine Aufgabe zu 100% bewusst. Als er dann im Wüstental(Arba?)am Jordan die Menschen begann zu taufen, kam das Volk in Scharen. Sie mussten hinaus zu ihm in die Wüste gehen, wenn sie für Christus vorbereitet werden wollten.
Das Untertauchen ist ein Sakrament des Heils. Eine rituelle Handlung, die das Reingewaschen und Sterben beinhaltet.(Röm.6, 3.4.und Koller 2.12) In diesem Moment wird alles an Sünde von mir genommen. Es bereitet mich auf meinen Weg mit Christus vor.
Wer schon einmal getaucht hat, der kennt das Gefühl. Ich tauche ein, halte die Luft an, höre nichts mehr, und wenn ich auftauche, dann ist es wie eine Befreiung! Das heißt, ich muß mich bewegen, äusserlich ins Wasser hinein und werde bewegt, innerlich zu Christus hin.
Und Jesus? Er lässt sich von Johannes taufen, obwohl er es ja nicht bedarf. Er ist ohne Sünde. Und dennoch zeigt er sich mit uns solidarisch;in jeder Beziehung. Das bedeutet für mich, dass ich durch die Taufe mit ihm für immer verbunden bin; letztendlich einen "Bund fürs Leben" eingegangen bin.
Es ist wie eine Wiedergeburt, eine Erneuerung. Durch das wir mit Wasser getauft werden, können wir durch Christus auf das Reich Gottes vorbereitet werden und den Geist empfangen.
Als Säugling werde ich von der "Erbschuld" befreit. Aber dennoch lade ich eine Menge " Sünden" im Laufe eines Lebens auf mich. Daher halte ich eine zweite Erwachsenentaufe für sehr sinnvoll! So ein " Versprechen" kann man doch gerne wieder erneuern, um sich zu erinnern, um was es wirklich geht!
Im übrigen mal was ganz pragmatisches: Wenn ich unter der Dusche stehe, bitte ich Jesus oft um Reinigung und Vergebung meiner Sünden.... Ich weiß, klingt komisch..lach

Amen und gesegnete Nacht wünscht
Mirijam
Verfasst am: 03. 02. 2017 [09:27]
sr_veronika
Themenersteller
Dabei seit: 26.10.2010
Beiträge: 12
"Mirijam" schrieb:

...Er sah Johannes voraus. Das Volk wusste es. Sie warteten schon auf ihn und suchten ihn in der Wüste. Also waren sie bereits innerlich bereit für das Neue. Als er dann im Wüstental(Arba?)am Jordan die Menschen begann zu taufen, kam das Volk in Scharen. Sie mussten hinaus zu ihm in die Wüste gehen, wenn sie für Christus vorbereitet werden wollten.


Danke dafür icon_smile.gif
Verfasst am: 03. 02. 2017 [09:40]
Mirijam
Dabei seit: 28.01.2017
Beiträge: 4
Es sind schon so viele vorbereitet. Und dennoch braucht es die " Wüstenerfahrung"... Wenn das Neue geboren werden will, muss das Alte abgespült, ausgewaschen, gereinigt werden...und das kann manchmal ganz schön lange dauern...

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 05.02.2017 um 18:26.]



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