Gibt es Gott? Die Frage nach Gott ist die Frage nach dem Sein. Gott gibt sich schon in den ersten Zeilen der Bibel als das Sein überhaupt zu erkennen. Später dann sagt er Mose aus dem brennenden Dornbusch: "Ich bin der ich bin". Und an vielen anderen Stellen,  wie wir auch noch sehen werden, ist die Bibel nicht müde zu betonen, dass Gott keinen Tod will, sondern das Leben – das Sein. Also beantwortet sich die Frage selber: Gibt es das gibt es? Ist das Ist?
Schau in den Spiegel und halte es lange aus. Was passiert dabei in Dir? Schaue so lange hin, bis du dich in das verwandelst, was du in ihm siehst. Bis du das Geschenk des Seins - Gott - in dir erschaust! Du hast es bereits, was du bist! (nach der hl. Klara)

1. Frage: Die Aussage des zweiten Tages im Schöpfungsbericht könnte durchaus heißen: Keine Trennung ist gut! Ein Gedanke, über den nachzudenken es sich lohnt. Welcher Satz fehlt beim 2. Schöpfungstag?

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Bereits das 2. Kapitel in der Bibel zeigt: Es ist kein Geschichtsbuch: Es fällt nämlich auf, dass hier die Erde auf eine völlig andere Weise erschaffen wird. Richten wir unsere Aufmerksamkeit auf die zweite Bibelgestalt.
Alles lag ihm zu Füßen! Über dem Garten Eden – das Paradies, die ganze Erde, Tiere, Pflanzen, war er Herr. Sogar über die höchste Gesellschaft selbst – Gott konnte er sich nicht beschweren – er sah ihn von Angesicht zu Angesicht. Um so schwerer haben wir es heute! Doch war Adam einsam. Was ging schief?
Er konnte seine Freude, sein Hab und Gut, sein Leben mit niemandem teilen!

Erst endlich das Bein von seinem Bein, das Fleisch von seinem Fleisch, die Frau, die – aus ihm entnommen wird – das fehlende Teil von ihm, ergänzt Adam und vervollkommnet ihn.

2. Frage: Im Bild des Vaters und der Mutter verbirgt sich all das, was ein Mensch ursprünglich hat, was ihn jedoch nicht zu erfüllen vermag. Was soll er also tun? (Gesucht wird ein Wort)


Einem aufmerksamen Leser fällt auf, dass Adams Frau gar nicht dabei war, als Gott den berühmtesten aller Bäume dem Menschen verbietet. Sie lebt ja zu dem Zeitpunkt noch gar nicht! Wie ein braves Schulmädchen gibt sie jedoch der schlauen Schlange prompt die richtige Antwort. Was zwingt sie denn gleich zum Zweifel?
Gehorsam ist nicht genug. Wir möchten wissen, kennen, können, erfahren, dürfen, Grenzen überschreiten. Gibt es ein „Genug?“ Ja – wenn die Flamme verbrennt und wenn die Scherbe schneidet...  Nicht allem, was uns umfasst, sind wir gewachsen. Vieles überfordert uns schier...

Vielleicht kann uns die traurigste Geschichte der Menschheit doch etwas Trost geben: Es gibt einen Heilungsweg, es gibt ein „Nachher“. Es gibt ein Leben mittendrin! Gott liebt den Tod nicht. Gerade nach dem „Sündenfall“ bekommt Eva die schönste Aufgabe der Welt – die Aufgabe schöpferisch zu sein - wie Gott...

3. Frage: Was bedeutet Evas Name?


Das Übel der zwischenmenschlichen Beziehungen fängt mit dem Sich-Vergleichen an. Dabei sagt uns die Bibel: Jeder ist Original! Wir werden noch sehen, dass jeder Name eine einzigartige Zusage an einen einzelnen Menschen ist. Gott hat mit jedem von uns eine einmalige Geschichte vor! Ja – Gott geht sogar so weit, dass er auch unser Versagen darin mit einbezieht!
Die Geschichte Kains zeigt uns: Versöhne Dich mit Dir selber. Du bist Gott so viel wert, dass Er immer ein JA zu Dir sagt! Er möchte, dass Du lebst.

4. Frage: Was antwortet Gott auf Kains Angst, dass er aus Rache erschlagen wird?


Es gibt Familienwunden, die erst nach einigen Generationen heilen können. Kains Mord an seinem Bruder kommt in der 5. Generation zu seiner positiven Wende: Sein Nachkomme Jubal, ein Name, das so schön an das deutsche Wort „Jubel“ erinnert, wird der Stammvater aller Zither – und Flötenspieler. :-)
Die Menschheitsgeschichte scheint wie ein unruhiges Meer zu sein – die Entspannung, Ruhe und Frieden wechseln mit Wellen der Gewalt, Macht, Unterdrückung. Jeder von uns kann das seine dazu beisteuern – und wir tun es auch – ob mit Absicht – oder absichtslos... Jeder da, wo er steht...

5. Frage: Für wie viel Menschenleben hält sich der rachgierige Malech, Vater von Jubal, wert?
Als Schlusswort, das für sich selber spricht ;-) ein Exkurs in das Neue Testament: „In jener Zeit trat Petrus zu Jesus und fragte: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er sich gegen mich versündigt? Sieben Mal? Jesus sagte zu ihm: Nicht sieben Mal, sondern siebenundsiebzig Mal.“ (Mt 18,21-22)


Mach Dir mal ´nen Schiff mitten in Deutschland, riesengroß soll das Ding sein – und ja – mach einen Zoo-Garten daraus mit all den Tieren, die tagtäglich da sind, die jeder kennt! Hunde – ja, Hunde vor allem und Katzen, Mäuse, Ratten, Käfer und Wildhasen und vergiss ja nicht die Vögel zu fangen... Wer würde da nicht denken, der da hat ´nen Vogel???
Tja – Gott will manchmal von den Menschen verrückte Sachen! Doch – ist die Sache sooo verrückt? Ist wirklich alles um uns herum so selbstverständlich?  Bauen wir eine Arche für die saubere Luft, für unsere Schwester Wasser vor allem – ja, sie ist gar nützlich und vergessen wir nicht die Mitmenschen um uns herum, vor allem die alltäglichen... Denn morgen, ja, morgen kann der Tod kommen... morgen kann uns die Luft ausgehen... Morgen können wir im Müll schwimmen... Morgen.

6. Frage: Welches Zeichen bestimmt Gott als Zusage, dass die Erde nie wieder völlig überflutet wird?


3 mal verspricht Gott Abram eine glänzende Zukunft.Er soll der Stammvater vieler Völker werden, die Sache hat nur einen kleinen Haken: Seine Ehe mit Sarai ist unfruchtbar. Dies bleibt so bis zu ihrem hohen Alter, so dass Sarai die Verheißung der großartigen Zukunft nur noch zum Lachen bringt. Wie steht Abram dazu? Er glaubt. Und geht. Geht seinen Lebensweg, der viele schweren Stunden beinhaltet... er geht und glaubt, fragt nicht, wann all das zutrifft.
Erst bei der 4. Verheißung an Abram werden die Sachen konkreter. Das erste, was passiert ist, dass Abram einen neuen Namen bekommt. Dies ist ein Zeichen dafür, dass Gott in sein Leben eingreift. Abram bekommt in seinen Namen den „Namen“ Gottes hinein – aus den Buchstaben JHWH. So heißt nun Abram Abraham (Vater der Menge).
Was bedeutet Dein Name?  Der Name ist in der Bibel immer ein Programm – eine Zusage. Gott tritt ein in das Leben eines Menschen – er bekommt einen Namen und eine Verheißung. „Bei deinem Namen habe ich Dich gerufen, du bist mein“ heißt es später im Buch Jesaja (43,1).
 
7. Frage: Wie alt ist Abraham, als sein Name geändert wird?


„Lachende Sarai“ - als ich den Nick Sarai oder Sarah registrieren wollte, ging das nicht, so musste ich vor ihren Namen noch etwas eingeben. Spontan fiel mir ein – lachende Sarai.
Als Sarai erfährt, dass sie im hohen Alter ein Kind bekommen soll, lacht sie, was sie in eine peinliche Situation vor den Gästen Abrahams bringt. Doch als sie ihren Sohn in den Händen hält, erinnert sie sich an ihr Lachen und sagt: Gott ließ mich lachen, jeder, der davon hört, wird mit mir lachen.

8. Frage: Ähnlich wie bei Abraham tritt Gott selbst in ihr Leben hinein – das Zeichen dafür ist Sarais neuer Name Sarah. Was bedeutet dieser neue Name?


In kurzen 15 Versen erzählt uns die Bibel eine ergreifende Geschichte. Von Ägypten herausgeholt hat Sarais Magd Hagar keine große Chance, ihr Leben nach ihren Wünschen zu gestalten. Ihre Bestimmung ist es – zu gehorchen. So gehorcht sie auch, wenn sie Sarais Mann Abram zur Frau werden soll, damit sie ihm einen Sohn verschaffe. Als dies tatsächlich passiert, hat sie einen Trumpf in der Hand. Endlich kann sie nicht übersehen werden! Doch ihre Größe ist von kurzer Dauer: Abram vermag es nicht, sie vor Sarai zu schützen – ja er liefert sie sogar Sarai buchstäblich aus und ihr Leben wird unerträglich. Sie flieht in die Wüste um zu sterben.
Hier überrascht sie eine Frage: Woher kommst Du und wohin gehst Du? Es ist eine Frage nach dem, was war und nach dem, was Hagar erwartet. Doch sie ist ziellos! Die Antwort, die sie wahrnimmt überrascht sicher den Leser: Kehre zurück und ertrage die harte Behandlung von Sarai!
Puh! Danke für einen solchen Rat! Doch es bleibt nicht dabei: Und wir lernen: es gibt kein Zurück. Wer sich aufmacht und etwas neues wagt, kehrt nie einfach zurück. Das, was kommt, wird verwandelt, wird nicht mehr das, was es war. Hagar brauchte diese Tage in der Wüste, damit etwas in ihr verwandelt wird. Sarai mag die gleiche bleiben! Darauf hat Hagar keinen Einfluss. Doch Hagar ist anders geworden – sie hat die innere Stärke gefunden, die ihr zum Leben verhilft: Sie bekommt die gleiche Zusage, wie Abram und Sarai sie bekommen haben! Auch ihre Nachkommen sollen so zahlreich sein, dass man sie nicht zählen kann. Hagar bekommt eine Zukunft.

9. Frage: Hagar hat eine Gotteserfahrung gemacht. Dem Ort, an dem dies zutrifft, gibt sie einen wunderschönen Namen: „Gott - Der Lebendige, der nach mir schaut.“ Was für ein Ort war das, dem sie diesen Namen gibt?


Lots Verhalten zu den Frauen war nicht das, was wir heute begrüßen würden. Als seinen drei männlichen Gästen Gefahr durch die Bewohner von Sodom droht, bietet er ihnen seine 2 Töchter an zum Willen und Unwillen. Schließlich wird aber Lot selber dem Willen seiner Töchter unterliegen. Sie nehmen ihr Leben in die Hand und bestimmen mutig ihre Zukunft.
 
10. Frage: Wie heißen die Söhne von Lots Töchtern?


Meint Gott das Ernst? Meint er es ernst, was er versprochen hat? Meint er es ernst, was er fordert?
Als Abraham an seinem Lebensabend seinen einzigen Sohn von seiner Frau Sarah Gott opfern soll, könnte er Grund genug dazu haben, mit so einem Gott endgültig zu brechen. Er tritt aber wieder in die Schule Gottes ein.  Eigentlich muss uns nicht überraschen, dass Abraham so willig ist, der vernommenen Stimme zu folgen. Hat er doch ziemlich freizügig mit dem Leben seiner Frauen gespielt. Was muss Abraham bei dieser Probe lernen?

- Gott will keine Menschenopfer.  Es ist der Gott der Lebendigen, nicht der Toten, hören wir später Jesus sagen.
In Abraham zeigt sich Gott wie in einem Spiegel: Wie Abraham bereit ist, Gott alles zurückzugeben, was er ihm gab, dass er bereit ist, nichts für sein Eigentum zu halten – und festzuhalten – so großzügig – ja – noch mehr ist Gott selber. Er wird sich uns schenken in Jesus Christus, seinem Sohn. Als das Lamm, das für Isaaks Leben einspringt, wird er uns mit seinem Tod sagen: Du bist es mir wert. Ich möchte, dass Du lebst. Mein eigenes Leben gebe ich Dir – Du sollst leben.

11. Frage: Wo fand Abraham das Tier, das er statt Isaak Gott darbrachte?


Eine echte Liebesgeschichte, die durchaus ein Roman füllen könnte, bietet uns die Bibel in der Erzählung von Isaaks und Rebekkas Kennenlernen an (Gen24). Sie ist so wunderschön, dass man sich wünscht, es wäre alles so schön geblieben. Doch auch dieses Ehepaar muss um ihr Lebensglück kämpfen – sie bleiben nämlich jahrelang kinderlos.

12. Frage: Durch welches Mittel wendete sich das Schicksal dieses Ehepaares?


Schon in Alten Testament wird die gute Hierarchie auf den Kopf gestellt. Wenn Jesus im Neuen Testament sagt: Der erste wird der letzte sein und der letzte wird der erste sein; spricht er eine mehr-tausendjährige Erfahrung aus. Gott hat andere Kriterien für Gerechtigkeit, als die Menschen. Er sieht das Innere, er schaut auf das Herz. Wenn das Erstgeburtsrecht Esau nur einen Teller Linsengericht wert ist, das einmalig seinen Hunger stillt, kann er froh sein, dass seinen jüngeren Bruder mehr an der Zukunft liegt – und so auch an der Verheißung an Abraham, die sie beide – seine Nachkommen zu erfüllen haben.
Jeder von uns ist ein Teil des Gefüges namens Menschheit. Und es ist nicht egal, wie wir uns verhalten, wie wir leben, was wir tun. Wir alle sind zur Verantwortung für die Zukunft berufen und gerufen. Jeder dort, wo er ist, mag es auch noch so ein unscheinbarer Ort sein...

13. Frage: Wer war der Komplize Jakobs beim Betrug um die Erlangung des Segens für den Erstgeborenen?


Fast hätte sich auch im 29. Kapitel des Buches Genesis die schöne Liebesgeschichte wiederholt, wenn...
Jakob trifft an einem Brunnen die wunderschöne Rahel und verliebt sich. Rahel hat für ihn offensichtlich auch viel übrig. Für 7 Arbeitsjahre kann Jakob Rahel zur Frau bekommen – so die Abmachung mit Rahels Vater Laban. Doch: Da ist noch jemand übrig – die ältere Schwester von Rahel, Lea. Und die ist nach dem Brauch als erste dran. So wird sie statt Rahel Jakob in der Hochzeitsnacht zugeschoben. Erst morgen erkennt Jakob den Betrug. Leas „Glück“ dauerte gerade nur die Hochzeitswoche, denn dann bekam Jakob die ersehnte Rahel. Wie mag es Lea gegangen sein? Als ein unerwünschtes Überbleibsel wurde sie behandelt. Und ihr ganzes Leben lang kämpft sie um die Liebe eines Mannes, der ebenfalls betrogen wurde.

14. Frage: Wie heißt die einzige Tochter von Lea?


In der Bibel finden wir vielleicht alle möglichen Schicksale der Menschen, wer weiß! Auf jeden Fall bleibt sie nicht stumm auch bei solchen Eingriffen in das Leben eines Menschen wie Vergewaltigung. Wer sich auf diese Weise eine Frau zu eigen macht, häuft viel Unglück in seiner Umgebung an und über sich selbst auch, wie es die ergreifende und sehr traurige Geschichte Dinas bezeugt.

15. Frage: Wie stand Sichem zu seiner Tat?


Rache, mag sie auch aus guten Gründen geschehen, bringt keine Heilung, sondern Unheil. Als Jakob im Sterben liegt, sagt er seinen Söhnen voraus, was sie in Zukunft erwartet. Für Simeon und Levi hat er kein gutes Wort: „Simeon und Levi, die Brüder, Werkzeuge der Gewalt sind ihre Messer. Zu ihrem Kreis mag ich nicht gehören, mit ihrer Rotte vereinige sich nicht mein Herz. Denn in ihrem Zorn brachten sie Männer um, mutwillig lähmten sie Stiere. Verflucht ihr Zorn, da er so heftig, verflucht ihr Grimm, da er so roh. Ich teile sie unter Jakob auf, ich zerstreue sie unter Israel.“

16. Frage: Unter welchen Umständen griffen Simeon und Levi zur Rache?


Wer aufmerksam die Geschichte Josefs und seiner Brüder liest, kann ganz schön wütend werden. Stinkstolz und frech ist der Petzer Josef, der von seinem Vater blind von Liebe schier verzogen wird. Und die günstige Gelegenheit, diesen Bengel endlich los zu werden erweist sich zum Schluss sogar als ein Dienst an ihm, denn Josef wird der Kanzler des Weltreichs Ägypten! Doch geht dieser Weg durchaus unzumutbar voran! Auch Josef hat viel Leid durchzustehen. Was hilft ihm? Er hat einen Traum! Und: Gott.
Auch mit Hochstaplern hat Gott seine Pläne, auch so ein Mensch ist ihm kostbar. Und – was so oft schwer an Gott zu verstehen ist – gerade die Eigenschaften, die an solchen „Josefs“ am meisten „stinken“, gebraucht er für seinen guten Plan!

Die wahre Größe dieses Menschen Josef liegt darin, dass er – so wie er war, sich nicht selber aufgibt, sich nicht reumütig verkrümmt und verbeißt, sondern dass er „bloß“ die Blickrichtung ändert: Von dem „Ich“ auf ein „Du“ - auf ein „Ihr“ - auf die Brüder.

17. Frage: Josef deutet seine Lebensgeschichte in einem Satz: Gott hat ihn vor den Brüdern nach Ägypten geschickt, um etwas zu erhalten. Was ist das?


Still und fast unscheinbar geht er durch die Geschichte von Josef. Dafür aber
entscheidend! Es gibt sie – die Stillen, die den Frieden stiften. Mit kleinen Schritten, aber mit gutem Gewissen.  Zwar erfährt Josef nichts davon und seine Lage ist zum Verzweifeln schlecht, aber es gibt diesen Ruben, der als Lichtblick ins Josefs Leben einbricht. Er ist ihm wirklich ein Bruder.

18. Frage: Noch einer der Söhne Jakobs – Juda ergreift die Initiative und profiliert sich als ein aufrichtiger Bruder. Über wen hält er seine schützende Hand?


Vielleicht werden wir sehr überrascht sein darüber, welche Handlung nach dieser Bibelgestalt benannt ist und was dahinter steckt!
Nach dem Tod von Er soll Onan die Frau seines Bruders zur Frau nehmen. Das war damals ein Brauch – es schützte die Frauen, die sonst außer dem Kreis einer Familie keine Überlebenschance hätten.

19. Frage: Onan möchte aber dabei nicht mitmachen. Warum?


Zwei Ehemänner tot – nun ist sie in Verruf gekommen: ihr Schwiegervater will ihr keinen anderen Sohn als Ehemann geben – er schneidet ihr ihr Recht ab.
Tamar überschaut nach einiger Zeit die List und ergreift die Initiative. Mutig und sehr riskant ist ihr Einsatz, ja, provokativ und alles andere als leicht. Wenn eine Frau zu einem solchem Schritt greift, weiß sie, dass sie nichts mehr zu verlieren hat. Und in der Tat – sie gewinnt alles!

20. Frage: Wie erreicht Tamar ihr Recht?


In der Weltgeschichte ist, glaube ich, alles schon gewesen. So auch die Angst vor der Übervölkerung. Doch die Entscheidung über das Leben oder Sterben gehört in Gottes Hände, nicht in die eines Staatsmannes Pharao oder seiner Untertanen. Deshalb widersetzen sich die mutigen Hebammen Schifra und Pua dem Befehl, alle Jungs der Israeliter zu töten, wobei sie wohl-gewusst ihr eigenes Leben riskieren.
Sie riskieren ihr Leben für das Leben kleiner Kinder, die gerade die Welt erblickten. Wie viele Schifras und Puas bräuchte die heutige Welt?

21. Frage: Wie belohnte Gott den Einsatz der Hebammen?


Die Bibel ist kein Märchenbuch, wo es von bösen Stiefmüttern nur so wimmelt! Es ist niemand geringere als die Tochter des Pharao, die mehr auf ihr Herz hört, als auf die lebens-widrigen Gesetze ihres Vaters. Und so wächst direkt in Pharaos Haus ein häbräischer Junge auf, dem seine Stiefmutter den Namen gibt, der einer der berühmtesten Namen in der Menscheitsgeschichte wird: Mose.

22. Frage: Was bedeutet dieser Name?


Im 3. Kapitel des Buches Exodus offenbart sich Gott das 2. Mal. Die erste Offenbarung war seine Schöpfung – Gott teilt das Sein – sich selber – mit.
Hier nun entscheidet er sich, unter die Menschen zu kommen als die stetige Gegenwart des Seins. Gott ist das Leben selbst und er geht in die Geschichte der Menschen hinein, er wird zu einem Gott, der mit-geht. Überall, immer, für immer. Er ist da.

23. Frage: Gottes offenbarter Name besteht aus 4 Buchstaben. Welche sind es?


In der ganzen Exodusgeschichte ragen einige Personen heraus, die mit einem kleinen Eingriff das Größte zu bewegen vermögen. Jitro, der kein Israelit ist, beobachtet als Fremder, was Mose alles zu managen hat beim Auszug der Israeliten aus Ägypten. Oft ist ein fremder Blick not-wendig! Mose überfordert das ihm anvertraute Volk und sich selber auch. Jitro sieht es und sagt: Du musst doch nicht alles allein machen!

24. Frage: Was rät Jitro Mose?


Der junge Prinz Mose flieht aus Ägypten, nachdem er sich auf seine Art für die bedrängten Volksgenossen eingesetzt hat. Er kommt nach Midian, wo eine neue Etappe seines Lebens beginnt.
Zippora – Tochter eines Midianiters, bei dem Mose neue Heimat findet, wird seine Frau und sie gebiert einen Sohn. Mose nennt ihn Gerschon (Ödgast) und bringt damit zum Ausdruck, dass er hier nur ein Gast ist. Ahnt er bereits, dass seine Sendung anderswo liegt? Dass sein Aufenthalt in Midian nur vorübergehend ist? Und – weiß es seine Frau?
Die Bibel berichtet nichts von ihren Gefühlen, jedoch ist ihre Lebensgeschichte interessant und heute auch nicht selten: Sie gibt ihren Mann frei für eine andere Sendung.
Wie viele Frauen müssen die Familienangelegenheiten und Kindererziehung in ihre eigene Hand nehmen? Wie viele Männer sind eher Gäste in den eigenen Familien?
Zippora trifft ihren Mann noch einmal – in der Mitte seiner Lebensaufgabe: Beim erfolgreichen Auszug des Volkes Israel aus Ägypten. Sie gliedert sich nicht in diesem Volk ein, sondern bleibt in ihrem Zuhause.

25. Frage: Wie heißt Moses zweiter Sohn?


Die Tafeln des Bundes sind noch „druckfrisch“ und schon sind sie durch Bruch ungültig gemacht. Zwei Männer stehen sich hier entgegen in ihrer Verantwortung für das ihnen anvertraute Volk. Der eine: Mose ist bereit, für das Volk zu sterben, obwohl ihm der Höchste selbst eine traumhafte Option vorschlägt. Der andere: Aaron lässt das Volk runterkommen und verwildern, er entzieht ihm die zugesprochene Zukunft. Der Unterschied ist einfach: Auf der einer Seite Liebe und Verantwortungsbewusstsein, auf der anderen Seite Abstand und Gleichgültigkeit.
Mose ist einer der wenigen Persönlichkeiten, die Gott so nahe stehen, dass sie mit ihm wie mit einem Freund umgehen. Ehrfürchtig, Wohlwollend, aber auch sanft mahnend. Und Jesus sagt: Ich nenne euch nicht mehr Knechte, sondern Freunde, denn alles, was ich von meinem Vater hörte, das habe ich euch geoffenbart.“

26. Frage: Was bietet Gott Mose an?

Und noch ein Wörtchen zu Aaron: Aaron darf aus seinem Fehler lernen und er behält sein Amt und seine Aufgabe. Er muss nicht fürchterlich durch die Lobby beschämt werden und sein Amt niederlegen. Gott erträgt unsere Schwachheit, er hat Geduld mit uns und lässt uns wachsen. Lieber ist ihm ein Sünder, der bereut und sich bessert, als die 99 stolzen Gerechten.


Aus dem Volk ragt eine Frauengestalt hervor: Mirjam, Aarons Schwester. Zuerst erscheint sie in ihrer Größe, als sie bei der Rettung des Volkes am Schilfmeer die Pauke in die Hand nimmt und alle Frauen zum freudigen tanzen und singen animiert. Später erleben wir sie in ihrer voller Menschlichkeit – als eine neidische Klatschbase, wofür sie mächtig bestraft wird... 7 Tage lang bleibt sie aus dem Lager ausgesperrt – und 7 Tage lang wartet das ganze Volk auf sie und wandert kein Schritt weiter.
Wenn eine Gesellschaft sich so zu seinen schwächsten Mitgliedern verhält, dann ist das Reich Gottes auf die Erde gekommen!

27. Frage: Welche Krankheit überfällt Mirjam?


Balack, König von Moab erschreckt vor der Größe und Kraft des Volkes Israel und will sie durch seinen Seher Bileam verfluchen lassen. Doch Bileam lässt sich nicht korrumpieren und vermittelt nur das, was er tatsächlich als Antwort von Gott bekommt. Er bringt sich damit in Gefahr, das steigt, als Bileam doch den Zelten von Israel gegenüber steht – und nun den Fluch sprechen soll. Er tut es nicht – er segnet.
In Bileam begegnen wir einem Menschen der Wahrheit, koste es, was es wolle!

28. Frage: Als Bileam doch dem Ruf des Königs folgt, zu ihm zu kommen wegen des Fluches, tritt ein äußerst kluges Geschöpf auf die Szene ;-) Was ist das?


Die Bibel ist voll von Gestalten, über die ein feiner Mensch die Nase rümpfen könnte. Rahab – eine Dirne vom Beruf - beherbergt zwei Kundschafter aus dem Volk Israel, die sich das Land und die mächtige Stadt Jericho anschauen. Ohne es zu ahnen, kommen die zwei Männer in eine Sackgasse, denn der König von Jericho spürt sie auf und stellt ihnen nach. Jetzt ist es Rahab, die in die Geschichte eingreifen kann – und an ihrer Handlung entscheidet sich auch ihre eigene Zukunft!

29. Frage: Ein Gegenstand verhilft den Männern zur Flucht und Rahab zum Leben. Was ist das?


Abimelech – ein Bruder von Jotam macht sich zum Herrscher über das ganze Volk durch ein Brudermord. Nur Jotam, der jüngste, bleibt übrig, weil er sich versteckt.
Als einsame Stimme spricht er eine wunderbare Parabel, die einige sehr weise Gedanken beinhaltet: Werde inne und erkenne Deine Gaben, Begabungen, Fähigkeiten und Deine Sendung!
Werde inne und erkenne den Zusammenhang der Talente von uns allen! Werde inne und erkenne auch Deine Größe und Würde. Es gibt Aufgaben, die Du Dir nicht aussuchst, die jedoch ein Herz und Hingabe brauchen...

30. Frage: Welche Bäume werden in der Parabel genannt?


Das Buch Rut ist eine wunderschöne Erzählung, die viele Lebensschicksale in sich birgt.  Schon Ruts Schwiegermutter Noomi ist bemerkenswert in ihrer Art, wie sie sich mutig dem Leben stellt. Sie verliert im Leben ihren Mann und ihre Söhne. Nur ihre Schwiegertöchter Rut und Orpa bleiben ihr übrig. Was vermögen drei einsame Frauen in der damaligen Gesellschaft?
Orpa kehrt zu ihrer Verwandschaft zurück, während Rut das Ungewisse wählt, sie teilt mit Noomi ein gemeinsames Schicksal und zusammen finden sie Zukunft und Glück.

31. Frage: Mit der Entscheidung, Noomi zu folgen, trifft Rut noch andere Entscheidungen. Sie fasst sie in zwei beeindruckenden Sätzen zusammen: „Wohin du gehst, dahin gehe auch ich, und wo du bleibst, da bleibe auch ich. Dein Volk ist mein Volk und...“ ??


Was fehlt Hanna zum Glück? Sie hat einen liebenden Mann, der nicht müde wird, ihr seine Liebe zu bezeugen. Doch Hanna bekommt keine Kinder. Zu der Zeit ist es eine Schande für eine Frau.
Hanna hat einen großen Schmerz, aber auch festes Vertrauen. Sie bittet, und es wird ihr gegeben. Sie bekommt einen Sohn, der einer der bedeutendsten Gottesmänner in der Geschichte Israels wird. Aber Hannas Größe besteht noch in etwas anderem: Sie hält ihren Sohn nicht für sich fest. Sie lässt ihn frei für Gott und seine Pläne mit ihm.

32. Frage: Wofür hält der Priester Eli Hanna beim Gebet im Tempel?


Mit Samuel beginnt ein neuer Abschnitt in der Geschichte von Israel – er salbt auf Wunsch des Volkes und gegen seinen und Gottes Willen einen König, der über sie herrschen wird. In seiner Abschiedsrede erinnert Samuel noch mal eindringlich an den wahren Herrscher – an Gott, den Wohlwollenden.

33. Frage: Unter welcher Bedingung steht das Wohl des Volkes in der Gegenwart und in der Zukunft?


Der vom Volk erzwungene König von Israel wird Saul, der Sohn des Kisch, „der jung und schön war und alle in Israel um eine Haupteslänge überragte“. Diese Hervorhebung wird ihm aber schließlich zu viel: er wird ein ängstlicher, hin und her gerissener König, den Launen unterstellt. Dabei liegt nicht unbedingt alles auf seinen Schultern! Viele Entscheidungen hat bereits Gott getroffen, Saul könnte es genügen, sich an sie zu halten.
Es ist ein Bild auch für die Welt heute. Wir haben eine Richtschnur, wir wissen, was Töten oder Stehlen oder Begierde heißt – und dennoch maßt sich der Mensch diese Entscheidung an – und sie überfordert ihn. Es tut ihm nicht gut.

34. Frage: Der ratlose Saul lässt durch eine Wahrsagerin Samuel rufen. Was antwortet ihm dieser auf die Frage nach Sauls verlorener Königsherrschaft?


Viel Angst macht der kräftige unbesiegbare Goliath! Wie oft stehen auch wir in Situationen, die uns beängstigen und lähmen? Und trotzdem ist es ein Kinderspiel, diesen Riesen Goliath zu bekämpfen! Es braucht nur die Idee. ;-)

35. Frage: Wie besiegte der junge David den Goliath?


„Größere Liebe hat niemand, als wer sei Leben gibt für seine Freunde“. Sagt Jesus lange Jahrtausende danach, als Jonatan bereits dieses Wort erfüllt.
David - sein Freund ist in ernster Gefahr. Jonatans Vater, König Saul möchte ihn los werden, weil er merkt, dass sein Diener David ihm überlegen ist. Um David zu schützen, gerät Jonatan selbst in einen Zornanfall seines Vaters, der einen Speer nach ihm wirft.
In einer Zeit, wo ein „Freund“ per Mausklick zu erreichen scheint, zeigt und Jonatan die Tiefe der Freundschaft. Und zwei Fragen kommen auf: - Habe ich selber einen solchen Freund, eine solche Freundin? - Bin ich selber für jemanden ein solcher Freund, eine solche Freundin?

36. Frage: Wie liebte Jonatan David?


Gegenteile ziehen sich an? Kann sein. Auch die Bibel berichtet über ein ungleiches Paar: Abigajil, klug und schön und Nabal, ihr Mann – gewalttätig und roh.
Abigajil lässt sich nicht hängen, sie ist bereit, sie hält Ausschau und sie erkennt ihre Stunde, in der sie handelt. Ihre Klugheit schafft ihr einen großen freien Raum, von dem ihr Mann nichts ahnt... so ist sie ihm nicht ausgeliefert, sondern behält ihre Selbständigkeit.
 
37. Frage: Zu welcher Änderung in Abigajils Leben führt ihr Handeln sie schließlich?


David tanzt, singt und spielt fröhlich und ausgelassen, als die Bundeslade Gottes – der Heilige Schrein des Volkes Israels nach Jerusalem gebracht wird.
Aus dem Fenster beobachtet ihn seine Frau Michal, und in ihrem Herzen steigt die Verachtung hoch. Sie kann das kindliche Verhalten eines Erwachsenen – und dazu noch Königs - nicht ertragen. Wer weiß, vielleicht erlaubt sie sich es selber nicht, ausgelassen und selbstvergessen ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen...

38. Frage: Was über ihren weiteren Schicksal im Anschluss an diese Begebenheit berichtet wird, passt gut zu ihrer Einstellung in dieser Geschichte. Was ist das?


Urija – ein Kämpfer, ein Mann, dem die Werte wie Treue zum Land und zum Volk, Tapferkeit und Ehrlichkeit, das Mitbeteiligt-sein am Schicksal seiner Kameraden... kostbarer sind, als die Nacht bei seiner Frau zu-hause. Was er nicht ahnt – der König selbst, dem Urija dient, hat sich seiner Frau bemächtigt.

39. Frage: Womit wird Urijas Treue „belohnt“?


David geht es gut. Er lebt in Frieden und Sicherheit. Doch – ist das alles nicht Geschenk Gottes? Das ganze Leben dient David Gott und liebt ihn. Er will sich revanchieren. Aber Gott zeigt David, dass er ihm nichts schuldet. Gott gibt umsonst und gerne. An Davids Geschichte können wir ablesen: Es reicht, was Du bist, Du musst Gott nichts beweisen, nichts leisten, nichts bezahlen. Du darfst alles annehmen.

40. Frage: Was möchte David Gott geben?


Gott macht ein großherziges Angebot an Salomo, den jungen Nachfolger von König David. Er darf sich etwas wünschen, was Gott ihm erfüllen möchte.  Halte hier kurz inne und denk nach, was Du Dir wünschen würdest...

41. Frage: Was wünschte sich Salomo?


Elija – ein Prophet, ereifert sich für die Sache Gottes so sehr, dass man ihn umbringen will. Er wird für die Politik unerwünscht. Elija flieht in die Wüste und wünscht sich den Tod. Ist er denn alleine auf der ganzen Erde? Wo ist Gott, dass alles so schief geht?
Elija muss erstmal die Stille und die Einsamkeit der Wüste und seine Lebenskrise durchstehen, damit er für Gott empfänglich sein kann, denn: Gott ist nicht im Sturm heftiger Gedanken. Er ist auch nicht im Erdbeben des Eifers für die Gerechtigkeit und auch in dem Feuer der aufgewühlten Gefühle lässt er sich nicht nieder...

42. Frage: Wo findet Elija Gott?


Was ist unser Erbe? Was ist das Erbe Europas? Was sind die Wurzeln, auf denen wir – und unsere Zukunft stehen?
Nabot weiß, dass ihn die Tradition hält und dass sie um des Lebens willen auch beschützt und bewahrt sein muss. Deshalb hütet Nabot seinen Lebensbereich – seinen Weinberg – vor der Gier des Königs, der sich dessen bemächtigen will. In der Bibel ist der Weinberg oft ein Sinnbild des Volkes Israel. Es geht hier nicht um einige Pflanzen oder ein Stück des Landes. Es geht um die Richtung, in die wir unser Erbe hinleiten lassen... Manchmal hat die Treue ihren Preis.

43. Frage: Wie wird Nabot beseitigt?


„Alles im Lot?“ Diese Frage mussten die 4 Ijobs Freunde gar nicht stellen. Schon der erste Blick verriet: Sein Leiden ist zu groß. In der Geschichte von Ijob finden wir einen Menschen, dem Leid zustößt ohne dass er sich daran schuldig weiß; und seine einzige Frage heißt: Warum, Gott?
Es gibt viele „Warum´s“, die wier an Gott richten, wenn es uns oder den Menschen um uns herum nicht gut geht. Es gibt viele „Darum´s“, die die Menschen denken. So auch die vier Freunde Ijobs.
Es ist eine Geschichte, in der viel gehadert wird, in der sich die Beziehungen und die Gottesbilder von den Menschen klären.
 
Fazit:
a) Ijob weißt sich unschuldig und deshalb behauptet er, dass Gott ungerecht ist, weil er einen Unschuldigen mit der Krankheit straft.
b) Die Freunde behaupten: Gott ist gerecht, deshalb muss es an Ijob liegen – er musste durch etwas Schuld auf sich geladen haben.
c) Frage: Wie richtet und schlichtet Gott selbst die Situation? - Aus Gottes Rede kommt heraus, dass er gerecht ist und Ijob ist...


Das Buch Tobit ist auf jeden Fall eine sich lohnende Lektüre, die einen in erwartender Spannung lässt. Tobit, der versucht alles ganz richtig zu machen, kommt einmal an seine Grenze und scheinbar zerbricht sein ganzes Leben. Er wird blind und wünscht sich zu sterben.  Doch in dieser Blindheit erwacht sein inneres Auge und eine Erinnerung steigt in ihm auf: Er besitzt Geld, womit er die Zukunft seiner Frau und seines Sohnes Tobias sichern kann. Er schickt Tobias auf eine Reise.
Parallel zu seinem Leiden leidet ähnlich eine Sara, der bereits der siebte Ehemann stirbt. Sie wird verhöhnt und verachtet. Auch sie wünscht sich sehnlichst, zu sterben, so unerträglich ist ihre Lage.
Beide – Tobit und Sara tun eines, was sie aus ihren Sackgassen befreit: Sie beten. Durch den Einsatz von Tobias erhellen sich Tobits und Saras Lebensschicksale und alle drei finden ihr Lebensglück.

45. Frage: Wer hört das Gebet von Tobit und Sara und mischt sich selbst in die Geschichte ein?


Holofernes, der oberste Feldherr des Assyrerkönigs Nebukadnezzar verbreitet Schrecken und Todesangst. Dem Volk Israel droht die Vernichtung. Judit hört davon und es lässt ihr keine Ruhe. Während der Mut des Volkes sinkt, wappnet sich Judit mit Entschlossenheit, Klugheit und Eifer und geht – ohne Waffen, nur mit der innerer Stärke und äußeren Schönheit ausgerüstet - dem Erzfeind entgegen.

46. Frage: Was macht den gefürchteten Krieger Holofernes so schwach, dass ihn eine zarte Frau besiegen kann?


Eine sehr bewunderungswerte Frau finden wir in des Königs Artaxerxes, der Königin Waschti. Als der König sie als ein Gegenstand vorführen will um sich mit ihrer Schönheit vor den Staatsmännern zu rühmen, weigert sie sich und lehnt ab.
Es gibt viele Frauen, die ihre Schönheit teuer zu verkaufen wissen. In Waschti sehen wir eine, die alles, was ihr als Königin bereits zu Füßen liegt, weniger achtet als die eigene innere Würde.

47. Frage: Wie lautet der Urteil über Waschti?


Der verärgerte Artaxerxes lässt in seinem Palast schöne junge Frauen pflegen, um aus ihnen eine neue Königin zu wählen. Das Schönheitsprogramm der jungen Frauen ähnelt der Vorbereitung einer Miss Universe, doch hoffen wir, dass nur für den ersten Teil (Esth. 2,12-14) Das königliche Diadem und den ersten Preis gewinnt Esther – eine jüdische Waise. In dieser Zeit findet eine Verschwörung gegen die Israeliten im Königspalast statt. Umkommen soll auch Esthers Pflegevater Mordechai. Ist es ein Zufall, dass Esther Königin geworden ist? Oft zeigt sich eine Entwicklung als eine Fügung, oft wird erst nach langer Zeit der rote Faden unseres Lebens wieder klar und sichtbar. Esther entdeckt und erkennt ihren großen Auftrag in der Geschichte des Volkes.

48. Frage: Wie heißt der Feind, der die Verschwörung plante?


Wie Abraham ein Vatervorbild sein kann, so ist es ganz sicher eine namenlose Frau im zweiten Makkabäerbuch. Alle ihre sieben Söhne sieht sie gefoltert mutig sterben, und sie selbst steht ihnen als die Stärkste bei. Wie es in dieser Schriftstelle heißt, so ist es auch: „Diese Mutter hat es verdient, dass man sich an sie mit Hochachtung erinnert.“

49. Frage: Welche Aussicht gibt der Mutter die außergewöhnliche Stärke und Mut?


Gott sucht Menschen, die bereit sind, mitzumachen an seinen Plänen. Doch wer findet sich bereit? Auch Jesaja kriegt erstmal einen ordentlich Schreck, als er einen Ruf vernimmt und eine Vision erfährt. „Warum ich?“ könnte er fragen – Gottes Maßstäbe sind oft nicht nachvollziehbar, vielleicht gibt es einfach nur zu wenige geeignete, die seinen Ruf ernst nehmen... Jesaja wird zu einer berühmten Persönlichkeit, auf die die Geschichte nicht verzichten kann.

50. Frage: Wie reagiert Jesaja schließlich auf die Anfrage Gottes?


Einige Leute muss man nur lieben – sonst wird man verrückt... Oft genug könnte dies auch Gott gegenüber gelten, der oft das Unmöglichste von den Seinen wünscht und durch sie vollbringt.
Wenn Jeremia nicht Gott wirklich liebte, hätte er seine schwere Sendung nicht schaffen können. Er ist einer der Propheten der Wahrheit, doch es wird immer das Gegenteil davon gemacht, was er rät – und so erfüllen sich schließlich alle seine Prophezeiungen. Vielleicht ist er einfach zu falschen Zeit an falschen Ort geboren, um glücklich zu sein... oder doch nicht?
Viele Menschen engagieren sich für gerechte Sachen, und ihre Wirkung ähnelt dem Kampf mit den Windmühlen... Aber es ist nicht umsonst! Auch ein Tropfen Wasser auf dem heißen Stein ist des Einsatzes wert. Wenn auch nur als ein Beispiel...

51. Frage: Auch Jeremia hat ein „aber“, wenn er eine solche Berufung empfangen soll! Was ist das?


Nicht alle Berufenen sind so schnell willig! Als Jona in der Großstadt Ninive durch die Straßen ziehen soll und Mahnrufe schreien, passt es ihm gar nicht! Er beschließt, zu fliehen. Vor wem? Vor Gott. Gott bleibt aber fest: Jona hat´s – Jona ist der Topkandidat für diese Aufgabe. Nach einer abenteuerlichen Reise erfüllt Jona, wozu er gesandt wurde – und die Leute von Ninive erweisen sich als gehorsame Schäfchen. Jonas Auftritt ist ein volles Erfolg!
Überraschenderweise (oder doch nicht?) passt es wieder Jona ganz und gar nicht. Er hat sich den Erfolg schlicht und einfach ganz anders vorgestellt!

52. Frage: Welche Eigenschaft Gottes macht Jona wütend?


Das Volk Israel erlebte in seiner Geschichte viele bedrängende Situationen, aus denen es kaum ein Entrinnen gab – und wenn, dann oft mit schweren Verlusten. Auch unter dem König Ahas gerät das Volk in die Enge. Ist noch Zukunft da? Gott meldet sich mit großen Verheißungen. Aber – kann man dran glauben?
Gott hat aber noch mehr vor, er will, dass es weiter geht und sagt dem König: Erbitte Dir ein Zeichen, egal was – ich erfülle es, damit Du glauben und vertrauen kannst.  Das Zeichen geschieht auch unabhängig von Ahas Entscheidung. Das Zeichen geschieht, weil Gott will, dass es die Zukunft gibt, weil er will, dass es weiter geht. Auch mit uns heute. Der verheißene Immanuel – Jesus – kam und sagte: Ich komme wieder. In dieser Erwartung sind wir alle mit dem Volk Israel in einem Glauben vereint. Er kommt.

53. Frage: Welche Bedeutung hat der Name Immanuel?


Herzlichen Dank für Ihr Mitmachen bei diesem Quiz! Hoffentlich hat es Ihnen die Bibel näher gebracht und Freude bereitet. Möge Gott auch in Ihre Lebensgeschichte hin und wieder eingreifen, denn was er tut, ist wohl getan. :-)



Liste der Antworten (durcheinander gewürfelt ;-)

Habe ich richtig geantwortet?
Hier finden Sie alle Antworten in unsortierter Reihenfolge:


(IHWH) (Gott mit uns) (Leben) (Regenbogen) (Dina) (Dein Gott ist mein Gott. ) (Benjamin) (Gebet) (Den Herrn fürchten, ihm dienen, auf seine Stimme hören, sich ihm nicht widersetzen) (Hier bin ich, sende mich) (Engel Rafael) (Gott übergab das Königtum an David) (Mit Schleuder und Stein) (Und es war sehr gut) (Richter einzustellen) (I.b ist unschuldig) (für betrunken) (Ein Haus) (Haman) (Er liebte D... und wollte sie zur Frau nehmen) (Ein weises Herz) (Eine geflochtene purpurrote Schnur) (Sie bekommt keine Kinder) (Gesteinigt) (Wundfieber in der Stadt) (Aussatz) (Tod) (Sie darf nicht mehr vor den König treten) (Verlassen) (Sie verkleidet sich als eine Dirne) (Alkohol + Begierde) (Sie wird Davids Frau) (Mitleid) (Er gab Kindersegen) (Mutter aller Lebendigen) (Mutter der Völker) (Sie wird alle zur Zeit der Gnade wiedersehen) (Wie sein eigenes Leben) (K... soll 7x gerächt werden) (Im sanften, leisen Säuseln) (Ihn zu einem großen Volk zu machen) (Die Söhne von ihm würden seinem Bruder gehören) (Bileams Esel) (El-Roi) (Moab, Ben Ammi) (Ich bin noch so jung) (Rebekka) (Ich habe ihn aus dem Wasser gezogen) (Gestrüpp) (Ölbaum, Feigenbaum, Weinstock) (Eliëser)