29.04.2018 17:39 Alter: 233 days

5. Ostersonntag: Jesus, der Weinstock


Im heutigen Evangelium haben wir das schöne Bild Jesu als Weinstock betrachtet. (Joh 15,1-8)

..." Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch. 
Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so könnt auch ihr keine Frucht bringen, wenn ihr nicht in mir bleibt.
Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. 
Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen."...

Jesus Christus ist der Weinstock, der fest im Weinberg Gottes verwurzelt ist. Wir sind die Rebzweige. Das Unkraut, das am Boden, in der Erde und auf den Wegen ist, erreicht die Rebzweige nicht. Es ist Sache des Weinstocks, damit fertig zu werden, sich nicht davon ersticken oder angreifen zu lassen. Was die Rebzweige und die Früchte angreifen kann, sind Schädlinge, falsche Witterung zur falschen Zeit oder verletzte Verbindung zum Weinstock. Auch da ist der Rebzweig von sich aus wenig wehrhaft. Was er aber tun kann und muss, unbedingt, ist, sich mit wachsender Bedrohung immer tiefer in den Weinstock einbinden, mit aller Kraft seinen Lebenssaft aus ihm ziehen und sich von ihm stärken lassen, dass er von innern her stark genug ist, immun gegen die Belastungen von außen. Eine große satte fruchtige Traube lässt sich so leicht nicht unterkriegen. Versuche, von außen zu helfen mit Spritzmitteln oder Genmanipulationen oder ähnlichem bringen vielleicht eine gut aussehende Traube hervor, aber ihr fehlt der natürliche, gesunde und bekömmliche Geschmack, sie hinterlässt einen faden, künstlichen Geschmack… und auf Dauer Gesundheitsschäden am Weinstock und bei den Menschen…