Kategorie: Franziskanisches Kallender

2. August - Hl. Jungfrau von den Engeln - Portiuncula. Fest


In der Ebene unter der Stadt Assisi entstand zwischen 1569-1679 die patriarchale Basilika der hl. Junfrau von den Engeln (Santa Maria delli Angeli). Sie birgt in sich kleines Kirchlein - Portiuncula genannt (kleines Stückchen), eine ehemalige benediktinische Stätte aus dem 9. Jahrhundert. Als Franziskus hierher anfang des 12. Jahrhundert kam, war sie von den Wäldern überwuchert, verfallen, vereinsamt und verlassen. Franziskus reparierte sie mit den eigenen Händen. An diesem Ort wurden ihm Weggefährten geschenkt, es entstand die erste Bruderschaft. Ire ärmlichen Hütten bauten sie aus Stroh um das kleine Kirchlein herum. Hier fand und begriff der 25-Jährige Franziskus seine Berufung, als er das radikale Leben nach dem Evangelium in Armut und Apostolat wählte. Hier begann der Berufungsweg der hl. Klara, die in der Nacht von 17-18. März 1112 nach Portiuncula kam, um hier Gott geweiht zu werden durch die Wahl des gleichen Weges der Nachfolge Christi, wie es Franziskus tat. Hier feierten die Brüder ihre ersten "Mattenkapitel" und von hier aus wurden sie in die ganze Welt geschickt, um Frieden zu stiften und zu verkündigen. Hier bekam 1216 der hl. Franziskus den Portiuncula- Ablass, nachdem er selber durch die Fürbitte der hl. Jungfrau Maria von großen inneren Sündenängsten und einer langjähriger Versuchung befreit wurde. Schließlich erfuhr er, dass diese Stätte für Maria ein besonders lieb gewonnener Ort sei, nach einer Vision seines Mitbruders. So erbat er den Ablass aus dem Wunsch, mit allen Menschen zu teilen, was er selbst erfahren hat, nachdem er von Gott den Nachlass seiner Vergehen erbeten hatte.

Als Franziskus Todesstunde nahte, ließ er sich nach Portiuncula bringen. Neben dem Kirchlein nackt auf dem Boden liegend starb er. Die Sterbestätte (Transitus-Kapelle) ist gleich neben der Portiuncula erhalten geblieben.


Beide Orte sind unter diesem Link zu sehen: youtu.be/PMrCjmIbwD4