09.08.2018 13:08 Alter: 75 days

Novene zum Klarafest - 8. Tag


8. Tag – Dankbarkeit

„Ich sage Dank dem Spender der Gnade, von dem... jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk fließt“. (Klara im 2. Brief an Agnes von Prag)

Wir meinen zu wissen, was gut ist und wofür wir danken können: Für das, was uns Freude macht und uns gut tut. Doch in den letzten Tagen lernten wir auch das in unser Leben zu integrieren, was schwer ist, was uns zu schaffen macht. Dankbarkeit ist das Mittel, durch das wir die Steine auf unserem Weg in Edelsteine schleifen können, ja sogar durch die wir schon im voraus die Wandlung des Unschönen in das Kostbare vollziehen können. Wenn ich mich in Gottes Hand weiß, dann bin ich gewiss, dass mir nichts schaden kann und dass jeder Schaden für etwas größeres, für etwas Gutes sein kann. So kann ich stets dankbar sein.
Die hl. Klara lernte diesen Schritt durch viele Schwierigkeiten in ihrem Leben und vor allem durch ihre immer wiederkehrende schwere Krankheit, die sie ans Bett fesselte.

„Durch die Krankheit wird häufig die Tugend vollendet: so ist die Krankheit freudvoll, so wird die Krankheit zur Wonne, so das Leiden sanft, so erträgt ein heiterer Mensch alle Übel, so dass kein Klagen oder Murren widerhallt. Nicht nur tapfer, sogar dankbar: so nimmt Klara alle Krankheiten gleich Freuden auf sich; in ihnen sucht sie großen Lohn“. (Die Verslegende der hl. Klara)

Heute möchte ich für alles Danke sagen, was mir begegnet. Ich werde danken für das, was mir wohl tut, ebenso für alles, was mich kränkt. Und ich erfahre schon in den kleinsten Sachen, in den oft verzwickten alltäglichen Reaktionsmustern, den heillos verfahrenen Situationen einen schlichten, doch entscheidenden Wandel. Heute mache ich die Erfahrung der Kraft der Dankbarkeit.
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Heilige Klara, bitte für uns.