Heiligsprechungsprozess
acronym of:Eine Heiligsprechung (Kanonisation, auch Kanonisierung; von griechisch kanõn „Richtschnur“) ist in der römisch-katholischen Kirche ein kirchenrechtliches Verfahren ...(zum Weiterlesen das Wort "Heiligsprechungsprozess" anklicken)

...durch das der Papst nach entsprechender Prüfung erklärt, dass ein bestimmter Verstorbener als Heiliger bezeichnet werden darf und als solcher verehrt werden soll. Voraussetzung sind Martyrium oder heroischer Tugendgrad des Betreffenden sowie im Falle des Nicht-Martyriums der Nachweis eines Wunders. Der Heiligsprechungsprozess (Kanonisation) der Heiligen Klara ist das älteste Dokument zu ihrem Leben. Das lateinische Original ist noch nicht gefunden worden, wohl aber eine Übersetzung in umbrisch-italienischem Dialekt aus dem 15. Jahrhundert. Im Jahr 1920 kam diese ans Licht und wurde veröffentlicht. Der Prozess fing am 24. November 1253 an - 3 Monate nach dem Tod der hl. Klara. Mit einer Heilig- oder Seligsprechung bekundet die Kirche das Vertrauen, dass der betreffende Mensch die Vollendung bei Gott bereits erreicht hat. Sie hat somit auch liturgische Bedeutung, sodass nun nicht mehr für den Betreffenden, sondern mit ihm und um seine Fürsprache bei Gott gebetet werden kann. Heilig ist nach Paulus ebenso jeder Getaufte – hier nicht aufgrund besonderer Gnade und einem moralisch heiligen Leben, sondern aufgrund der Hineinnahme in das Gottesverhältnis Jesu durch die Taufe selbst. Es handelt sich also um zwei verschiedene Belange von Heiligkeit.

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