Willkommen bei den Klarissen der Diözese Paderborn.

Sprich zu mir durch Ostern!

Nicht fassend stehe ich unterm Kreuz, das meine Welt in Blöcke zerteilt.
Unentschieden stehe ich vor der Wahl, was Wahrheit ist, was Trug,
was Kreuzweg und was Gnade...
Seine Stimme spricht in mir nach einer guten Weile von dem Kreuz,
aus dem Grab und zugleich auf dem Weg nach Emmaus...

Schaue, mein Freund, meine Freundin, und siehe, dass das Kreuz fest in der Erde mir den Stand gibt, aus dem ich hineintrete in deine Wirklichkeit.
Ich bin da.

Das Kreuz ist ein Spiegel, der widergibt, was dir selber Leiden schafft.
Was siehst du?
All das, was du erlebt, was du geworden, was du verloren, was du nicht geschafft... Ich stehe so vor dir, wie du dich siehst und sage dir:

Was du siehst, ist subjektiv - du glaubst es, aber es ist nicht immer wahr.
Was ich dir sage, ist objektiv - du kannst es oft nicht glauben, aber es ist wahr:

DU bist wichtig, nicht das, was du getan, oder was dir angetan.
Ich nehme dich an so wie du bist, wie mich die Grabeshöhle nahm:
Gerecht oder gut und zerschlagen, schuldig oder unschuldig beladen...
Wunden sind ein Durchgang in den Himmel. Samenkörner für das Licht.
Darauf kommt es an, dass du durch sie siehst.

Was siehst du nun? Dich im neuen Licht?
Wenn du zur Flamme wirst, sag es den anderen, die du triffst:
Alles vergeht hier, das ist der Lauf.
Das Hadern hat sein Recht, doch verzichte darauf.
Bleibe nicht in den Wunden, sie sind nur eine Tür.
Sie haben dich zart gemacht. Weißt du schon, wofür?